Ich habe meine Großmutter geliebt, sie war eine wundervolle Frau.

Sie war das Super-Eichhörnchen. Der Krieg mit seinen vielen Entbehrungen,

machte sie zu einer Nachkriegsfrau, die nichts wegschmeißen wollte

und konnte.

Ihre zwei Zentner Lebendgewicht, bei 1.60m, beruhten auf der Tatsache –

es gab keine Essensreste für den Kompost oder Mülltonne.

Ihr 7 Meter langer Flur beherbergte 3 Kleiderschränke, einen Spielzeugschrank und ein Putzmittelregal von einem Meter Länge und genau so hoch, sowie ein Buffet mit zwei Schubladen Medikamenten.

Auf den Kleiderschränken stapelten sich Kartons und Koffer, die genau wie die Schränke übervoll mit Klamotten waren. Für die tägliche Garderobe von ihrem Ehemann und selbst, hatte sie diesen riesigen Kleiderschrank im Schlafzimmer.

Ihre begehbare Vorratskammer bestand aus Einmachgläsern mit Stachelbeeren, Kirschen, Stachelbeeren und Stachelbeeren. Und es gab diese bunten Zuckerstreusel, die ich ihr noch im zunehmenden Schwinden meiner Kindheit, regelmäßig weg gefressen habe.

Die Küche beherbergte eine über Eck gehende Küchenbank. Die Sitze waren aufklappbar. Sie waren voll gestopft mit Zeitungen und mit Aufkommen der Plastiktüten, auch mit diesen.

Dieser Haushalt war für mich als Kind eine Fundgrube und ich habe mich dort sehr wohl gefühlt. Er war auch nicht ungepflegt, eben nur voll.

 

 

 

 

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