Die emotionale Leere der Einkaufszentren



Während meines Hamburgaufenthaltes, habe ich mir die Zeit genommen, um ein paar Einkaufzentren eingehender zu betrachten.

Menschen zu beobachten ist eine Leidenschaft von mir. Sehr viel lerne ich im Zusammensein und observieren von Menschen und ihrem Verhalten.

Zurück zu den Einkaufszentren. Sie sind für mich Zentren der Leere und Verkaufsoffensiven.
Verkaufsoffensiven, um den Menschen durch ihr Kaufverhalten die eigene Leere zu füllen.
Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich bin nicht gegen Konsum oder die freie Marktwirtschaft. Durch Anstreben eines simpleren Lebensstiles hat sich mein Blickwinkel verändert.
Die wenigsten Geschäfte in einem Großstadteinkaufszentrum verkaufen sinnvolle Dinge.
Sie verkaufen Symbole. Symbole der Schönheit, Jugend, Gesundheit, Sex, Glücklich sein, Coolness, Anspruch, Eleganz und des Reichtums.
Die Produkte sind zweitrangig - "Gefühle" werden verkauft.

Wir sind konditioniert, bestimmte Dinge zu kaufen, um uns selber gut zu fühlen. Das ganze ist nur von kurzer Dauer, weil es letztendlich gar nicht ist,
was wir wirklich wollen und brauchen. Du kaufst dir eine Lüge über dich selber.
Kein Mensch kann sich diesen Verführungen entziehen. Auch ich nicht.

Und dennoch. Wir brauchen keine bestimmte Unterhosenmarke, um uns begehrenswert und sexy zu fühlen. Die Zeiten, mit normaler, praktischer Kleidung, selbst mit der 77cent Woolworth- Unterhose, erinnern an die schönsten und intensivsten Kontakte.

Und ich habe die Hoffnung, dass sich die Menschen auf ihre Stärken und
positiven Eigenschaften besinnen und im Zusammensein, der direkten Kommunikation, Wege finden, diese und ihre kleine Welt, lebenswert zu gestalten.


 

 

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